DSL: Führende Breitband-Technik
Nach den aktuellen Zahlen (2009) des Branchenverbandes BITKOM verfügten Ende 2008 rund 23,2 Millionen der insgesamt 39,8 Millionen Haushalte in Deutschland über einen schnellen Internet-Zugang.

Mobiles Internet ist zwar im Kommen, aber die DSL-Technologie hat nach wie vor ganz klar die Nase vorn. Demnach entfielen insgesamt 21,2 Millionen Breitband-Anschlüsse auf DSL, gut 1,9 Millionen auf TV-Kabel und rund 0,1 Millionen auf andere Technologien wie Glasfaser oder Satellit.
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Breitband-Technologie spatet Ost und West
Dennoch gibt es in Deutschland nach wie vor Landstriche, die noch nicht mit einer schnellen Breitband-Technologie ausgerüstet sind. Zudem besteht in der Bundesrepublik ein starkes Ost-West-Gefälle. In westdeutschen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Bayern, Niedersachen und Rheinland-Pfalz hatten Ende 2008 über 60 von 100 Haushalten einen Breitband-Anschluss.
In den ostdeutschen Flächenländern wie Brandenburg, Sachsen-Anhalt oder Sachsen waren es weniger als 45. Der Bundesdurchschnitt liegt derzeit bei 58. Basis des Ost-West-Vergleichs sind Eurostat-Daten und eigene Schätzungen.
DSL: Was steckt dahinter?
Die Abkürzung DSL steht für Digital Subscriber Line. Die DSL-Technologie ist in Deutschland die meist genutzte Technik für schnelles Surfen. Aus technischer Sicht geschieht dabei der Transfer, indem für den Datenverkehr höhere Frequenzbereiche der Telefonkabel (Kupferkabel) genutzt werden als zur Übertragung der Sprachinformationen. Dabei wird der normale Sprachbereich der Telefonleitung beim DSL-Surfen nicht blockiert. D.h. man kann während einer Surfsession gleichzeitig auch telefonieren. Bei einem ISDN-Anschluss können parallel zur DSL Nutzung zwei Telefonleitungen in Anspruch genommen werden.
Die zurzeit am häufigsten eingesetzte DSL Technik ist ADSL (Asymmetric DSL). Bei der ADSL-Übertragung ist der Download wesentlich höher als der Upload. So beträgt die Bandbreite bei einem DSL 6000 Anschluss in der Regel 6016 Kbit/s, die Upload-Rate ist mit 572 Kbit/s deutlich langsamer. Neben der ADSL-Technik wird am Markt auch die SDSL-Technik (Symmetric DSL) offeriert, die sich aufgrund der höheren Preisstruktur hauptsächlich an Firmen wendet. Bei SDSL ist die Übertragung symmetrisch, das heißt Upload und Download gehen gleich schnell vonstatten.
Was kommt nach DSL?
Die Bundesregirung hat sich Anfang 2009 nicht nur auf einen weiteren Ausbau des Breitband-Netzes geeinigt, sondern möchte in Zukunft drei Viertel der deutschen Haushalte mit der schnellen DSL Variante VDSL versorgt wissen. Mit VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) sind Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s möglich.
