Was ist HSDPA?
Bei HSDPA (High Speed Packet Access) handelt es sich um eine Technologie, die Daten wesentlich schneller als UMTS übertragen kann und letztendlich eine Erweiterung des UMTS-Mobilfunknetzes darstellt. Heutige Breitband-Modems funken fast alle mit HSDPA, egal ob es sich um einen Internet-Stick oder eine PC-Expresscard handelt.
Der große Vorteil hinsichtlich der Aufrüstung der UMTS-Netze mit der HSDPA-Technologie besteht darin, dass sich die Kosten für die Einführung des Standards in Grenzen halten, da keine zusätzlichen Basisstationen gebaut werden müssen. Die meisten Basisstationen brauchen nur ein Software-Upgrade. Nur alte Basisstationen aus der Anfangszeit von UMTS müssen ersetzt werden.
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Wie schnell ist HSDPA?
Die HSDPA-Technologie wird in Deutschland in mehreren Etappen eingeführt. Die erste Stufe von HSDPA mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1,8 Mbit/s wurde bei Vodafone und T-Mobile im Frühjahr 2006 eingeführt. Im Jahr 2007 wurde HSDPA in Deutschland bereits auf dem Niveau der zweiten Ausbaustufe, also mit 3,6 Mbit/s ermöglicht. Beim Erreichen der zweiten Ausbaustufe wurde der Mobilfunk im Internetbereich zum starken Konkurrenten für das Festnetz, denn Übertragungsgeschwindigkeiten von 3,6 Mbit/s können absolut mit üblichen DSL-Download-Übertragungen konkurrieren.
Bis Ende des Jahres 2008 wurde bei Vodafone und T-Mobile HSDPA auf dem Niveau der dritten Ausbaustufe eingeführt. Seit diesem Zeitpunkt kann man an manchen Orten mit Downloads von bis zu 7,2 Mbit/s im Internet surfen. Schon bald wollen die Mobilfunker wieder einen Gang rauf schalten und die HSDPA-Technologie mit 14,4 Mbit/s starten. Langfristig sollen sogar Übertragungsgeschwindigkeiten mit 40 Mbit/s möglich sein, was sogar derzeitige VDSL-Downloads toppen würde. Mittlerweile kann man für mobiles Internet Surfen nicht nur eine UMTS- sondern auch eine HSDPA-Flatrate bestellen.
Wie funktioniert HSDPA?
HSDPA nutzt das vorhandene UMTS-Frequenzspektrum zwei bis drei Mal effizienter. Die Latenzzeiten reduzieren sich gegenüber UMTS erheblich. Während bei der klassischen UMTS-Übertragung die festgelegte Bandbreite von 64, 128 und 384 Kbit/s konstant bereit steht, wird sie bei HSDPA dynamisch (Fast Link Adaption). Ermöglicht wird dies durch neue Modulationsverfahren und ein neues Übertragungsformat, den so genannten "highspeed downlink shared channel", der die Qualität interaktiver, Streaming- oder Web-basierter Anwendungen verbessert.
Im Gegensatz zum klassischen UMTS-Übertragungsverfahren gibt es bei HSDPA keinen " Soft Handover". Ein HSDPA fähiges Endgerät empfängt die Kanäle zum jeweiligen Zeitpunkt immer nur von einer Basisstation. Ein Wechsel in eine andere Zelle wird mit Hilfe der HSDPA serving cell change Prozedur ermöglicht. Dieser Vorgang ist allerdings zu vergleichen mit einem Handover mit kleiner Unterbrechung..
